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Politik für ländlichen Raum an den Menschen vor Ort ausrichten |
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Donnerstag, 20. Mai 2010 um 14:49 |
Zur heutigen Fachregierungserklärung des sächsischen Landwirtschaftsministers, Frank Kupfer (CDU), "Bürger entwickeln ihre Region - Halbzeit der Integrierten Ländlichen Entwicklung" erklärt Tino Günther, landwirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag: "Wir können stolz auf die ländlichen Gebiete Sachsens sein: auf ihre landschaftliche Schönheit, die auch immer mehr Touristen für sich entdecken, auf die Leistungskraft der Landwirtschaft und nicht zuletzt auf die Menschen, die ihren Lebensraum aktiv gestalten. Eine Politik für den ländlichen Raum muss daher an den Menschen vor Ort ausgerichtet sein; sie stehen im Mittelpunkt der Betrachtung.
Das Konzept des Integrierten Ländlichen Raumes hat wesentlich dazu beigetragen, dass sich die Menschen auch über die Grenzen ihrer Gemeinde hinaus für die Attraktivität ihres Umfeldes engagieren. Gemeinsam entwickeln sie Ideen und Projekte, die die Zukunft des ländlichen Raumes aktiv gestalten. Somit entscheiden hier die Bürger eigenständig und nicht wie an anderer Stelle eine zentrale Behörde. Auch die Möglichkeiten der Finanzierung sind eine neue Form der Subsidiarität und befördern so die Herausbildung einer besonderen Bürgergesellschaft. Aber wir stehen auch noch vor Herausforderungen: So müssen die touristischen Angebote des ländlichen Raumes besser vernetzt werden. Dazu bedarf es auch spezieller Angebote, die beispielsweise mit dem Städtetourismus besser verbunden sind. Der Weg in die Großstädte führt immer durch den ländlichen Raum. Das ist ein noch zu selten genutzter Vorteil. Wir sehen die Entwicklung der Kulturlandschaft und den Naturschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die gesunden Wälder, die jeder von uns als 'grüne Lunge' direkt vor der Haustür hat, sind nicht nur Erholungsraum für die Bewohner der sächsischen Städte, sondern auch interessant für Touristen aus allen Ländern. Wir wollen den Wald mehren und so die Attraktivität des ländlichen Raums für Freizeit, Sport oder Erholung bewahren und stärken. Positiver Nebeneffekt der Aufforstung ist seine Wirkung auch für den Hochwasserschutz. Die Politik für den ländlichen Raum von CDU und FDP ist aber nicht vordergründig an den Bedürfnissen der Touristen ausgerichtet. Wir streben Lösungen für die Herausforderungen der Menschen vor Ort an. Die medizinische Versorgung muss besonders im ländlichen Raum flächendeckend gesichert und weiterentwickelt werden, um ein Beispiel zu nennen. Wir brauchen zielgerichtete Anreize für engagierte und motivierte Ärzte, die sich in unterversorgten Regionen niederlassen. Dies kann nicht nur durch finanzielle Anreize, sondern muss auch auf Basis der Attraktivität des Umfelds geschehen. Wir werden auch in Zukunft an einem bedarfsgerechten und an der demografischen Entwicklung ausgerichteten Konzept zur Weiterentwicklung des ländlichen Raumes nicht vorbei kommen. Wir brauchen ressortübergreifende Lösungen für den ländlichen Raum. Dazu sind auch kreative Ideen notwendig. Lassen Sie uns diese gemeinsam entwickeln und umsetzen. Denn Stagnation ist das fallende Laub für den ländlichen Raum."http://www.youtube.com/watch?v=Y7TVcLi-TfI&feature=player_embedded
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